Blues

„Die wissenschaftliche Akribie mit der die Wolkenbilder entstanden, entzaubert sie jedoch nicht, sondern verwandelt sie in visuelle Dichtung, die uns an die Aufgabe des Sisyphos erinnern könnte: Wie weit man auch mühevoll um den Globus reist, am Ende zerstäubt doch alles in einem ungreifbaren Gasgemisch und man steht vor dem Nichts.“ [–Boris von Brauchitsch]

Blues [Equivalence] Cuzco, September, 23rd, 2008

Blues [Equivalence] Cuzco, September, 23rd, 2008


Blues [Equivalence] Angkor, September, 23nd, 2011

Blues [Equivalence] Angkor, September, 23nd, 2011

Ambon (Indonesien), Kourou (Französisch Guyana), Montevideo (Uruguay), Mactan (Philippinen), Siem Reap (Kambodscha), Cuzco (Peru), Nakuru (Kenia), Didim (Türkei), Yucatan (Mexiko). Weit über 1000 Wolkenbilder sind auf der mehrjährigen, noch nicht beendeten Reise entstanden, die einem genau festgelegten Muster folgt. Etwa zwei Stunden vor Sonnenaufgang beginnt die Arbeit: Aufbau der Panorama-Kamera und Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen und dem Zenit. Die erste Belichtung erfolgt mit dem ersten wahrnehmbaren Licht des Tages. Die Arbeit endet am Abend, in der Dunkelheit. Etwa 80 Aufnahmen auf Rollfilm sind dann entstanden. Bei Hitze oder Kälte, praller Sonne oder strömendem Regen: die Tage, an denen die Aufnahmen entstehen, sind nicht zufällig, sondern folgen astronomischen Ereignissen.

„Wohin es uns verschlägt.“ Boris von Brauchitsch über die Wolkenbilder von Michael Maria Müller.