Shauri Yako.

„Der Rahmen ist wichtiger als das Bild.“
(-Reinhard Mucha)

Ein gepflasterter Weg trennt die durch hohe Mauern, Elektrozäune und Doorkeeper gesicherten Betonbauten mit Bezeichnungen wie Hopeland oder Sunnyside Appartements von Shauri Yako, einem Slum etwas abseits der Nyali Road, die zu den nördlichen Stränden Mombasas führt. Schon in den Tagen zuvor hocke ich einfach da und setzte mich den neugierigen Blicken aus. Heute errege ich größere Aufmerksamkeit, ich und meine Kamera – eine alte Linhof Technika, deren Objektiv in Richtung des staubigen Bodens zielt. Absicht. Ich habe den Ausschnitt, die Bühne, den Rahmen sorgfältig komponiert, die Schärfe auf eine schräg zur Straße geneigte Ebene eingestellt. Die Menschen, deren Namen und Schicksale ich nicht kenne, sie bleiben anonym.

„Man wird dort irgendwo, irgendwie geboren. Man stirbt dort irgendwie, an irgendwas.“
(–Frantz Fanon. Die Verdammten dieser Erde)